Vier CMDB-Architekturkonzepte

virtuell, federated, zentralisiert, advanced– Was verbirgt sich hinter den verschiedenen Architekturausrichtungen und wie grenzen sie sich von einander ab?

Laut ComConsult lassen sich die heutigen CMDB-Lösungen aufgrund ihrer Architektur in vier unterschiedliche Gruppen einstufen:


Bei dem virtuellen CMDB-Ansatz handelt es sich um den einfachsten der vier Architekturkonzepte, wobei die Datenbank als eine Art Link-Sammlung fungiert. Aufgrund der zuvor definierten Merkmale wird ausschließlich ein Mapping erstellt. Dabei bleiben die Daten in ihren jeweiligen Quellen und es wird lediglich eine Verknüpfung in der CMDB angelegt. Hierbei liegt der Fokus also auf einer möglichst schnellen und flexiblen Integration der Datenquellen. Der große Vorteil wird darin gesehen, dass eine zentrale Datenhaltung nicht erforderlich ist und die Zusammenführung online erfolgen kann. Sollte eine Quelle nicht im Zugriff stehen, so fehlen auch die dortigen Daten.

Unter einer federated CMDB versteht sich eine logische Datenbank, welche einen Teil der Daten verwaltet und auf den anderen Teil der Informationen, die über verschiedene Quellsysteme verteilt sind, verweist. Hier werden höhere Anforderungen an die Performance des Systems gestellt, da immer alle Daten abgeglichen werden müssen. Ein positiver Effekt laut der Computerwoche ist, dass die Daten in der CMDB gepuffert sind und auch dann zur Verfügung stehen, falls eine andere Quelle kurzfristig ausfällt. Ein Forschungsprojekt der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg beschäftigte sich mit einer federated CMDB für Siemens IT Solution and Services. Nähe Informationen finden Sie hier.

Der zentralisierte CMDB-Ansatz überführt alle Daten in eine normierte und qualitätsgesicherte zentrale Datenbank. Eine Standardisierung der Daten, sowie diese mit Zusatzangaben aus dem nichttechnischen Bereich zu erweitern, kann mit Hilfe von Pflegeprozessen vorgenommen werden.

Zusätzlich zu den Pflegeprozessen werden in der advanced CMDB alle Daten regelgestützt auf Plausibilität untersucht, sowie fehlerhafte Datenbestände erkannt und anschließend korrigiert.

Aus diesen vier Architekturkonzepten muss jedes Unternehmen für sich das geeignete auswählen. Gründe für die Auswahl der richtigen Architektur sind unter anderem die Änderungshäufigkeit des Datenbestandes, die vorhandenen Prozess- und Über¬wachungs-werk¬zeuge, die Relevanz der CMDB im Unternehmen, sowie deren Größe. So ist es wahrscheinlich für kleine Unternehmen häufig ausreichend, die virtuelle CMDB zu verwenden, welche als eine Art Link-Sammlung fungiert, da in diesem Fall der Einsatz der Ressourcen eher gering ist. In den meisten Unternehmen kommt jedoch die federated CMDB zum Einsatz, da es sinnvoll ist, die Föderation von Informationen zu nutzen, da die meisten Daten, welche eine CMDB benötigt, in der Regel schon im Unternehmen vorliegen.

Um einen besseren Eindruck in diese Materie zubekommen, biete die Firma Continental Software GmbH gezielte Schulungen zu diesem Thema an. Es wird detaillierter auf die federated CMDB eingegangen, sowie die weiteren IT-Architekturen näher erläutert. Weitere Informationen zu dem CMDB Intensiv Workshop finden Sie hier.

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