7 Stolpersteine im Change Management

Damit diese Ihnen nicht im Weg liegen und Sie in Zukunft nicht mehr drüber stolpern.

Dieser Blogbeitrag beschreibt 7 häufig begangene Fehler, die einer erfolgreichen Anpassung der IT-Systeme immer wieder im Wege stehen.

  1. Die Ausrichtung am Unternehmensziel fehlt

Die enge Verbindung mit der Unternehmensstrategie stellt für jedes erfolgreiche Change-Management den Ausgangspunkt dar. Zu den wichtigsten Aufgaben des Change-Managements gehört das Sicherstellen der maximalen Qualität bei äußerster Flexibilität und zugleich geringen Kosten. Da sich dieser Widerspruch in der IT nicht lösen lässt, werden die Entscheidungen oft „aus dem Bauch heraus getroffen“. Diese bauen auf der Grundlage der vorhandenen Ressourcen, sowie der Dringlichkeit auf.

 

  1. Keine optimierten Change-Management-Prozesse

In der Praxis handelt es sich bei der Umsetzung von Change-Management-Prozessen um ein recht komplexes Unterfangen. Denn es darf nicht vergessen werden, dass abhängig vom jeweiligen Change die dazugehörigen Organisationseinheiten einzubinden, die Umsetzungen unterschiedlich zu planen, Qualitätssicherungs- und Testmaßnahmen in diversen Ausprägungen auszuführen, sowie Rollouts individuell zu gestalten sind. Diese genannten Punkte werden von den operativen Change-Prozessen meist unzureichend abgebildet. Was ist aber mit der übergreifenden Prozesssteuerung und – transparenz? Oftmals sind die Verantwortlichkeiten nicht klar definiert und die Qualitätssicherungs- und Testmaßnahmen finden unzureichend statt. Des Weiteren werden die einzelnen Fachbereiche ungenügend mit einbezogen.

  1. Fehlender Gesamtüberblick über Changes

Es ist bekannt, dass die bereits beschlossenen Änderungen mit den geplanten Changes, sowie mit den Prozessen im operativen Tagesgeschäft verglichen werden. Hinzu kommt, dass es recht schwierig ist, den tatsächlichen Aufwand der Changes abzuschätzen. Und genau aus diesem Grund ist es wichtig, einen Gesamtüberblick über laufende und geplante Changes inklusive aktueller Ressourcenplanung zu erstellen.

Wichtig ist, dass neben den IT-Ressourcen auch die Fachbereiche betrachtet und entsprechend mit einbezogen werden, da diese die Verantwortung für die Beauftragung, das fachliche Testen und Abnahme der Changes tragen.

  1. Mangelnde Dokumentation der Standard-Changes

Bei ungefähr 80% aller Änderungen in der IT handelt es sich um Standard-Changes, welche auf klar definierten Beschreibungen basieren. Ein besonderes Merkmal dieser Standard-Changes ist, dass sie sich im Idealfall und ohne Genehmigung von jedem Mitarbeiter ausführen lassen. Da diese immer wieder auftreten und von den Mitarbeitern quasi im Schlaf bearbeitet werden können, ist es in der Praxis aber leider so, dass die Standard-Changes in der Regel nur ungenügend beschrieben sind, da jeder ja weiß, wie sie zu erledigen sind.

  1. Keine ausreichende Kommunikation zwischen Fachbereich und IT

Viele vergessen immer wieder, dass es sich beim Change-Management um keinen reinen IT-Prozess handelt. Deshalb kann er nur erfolgreich sein, wenn er in die bestehenden Unternehmensprozesse mit eingebunden wird.

Zum Beispiel ist es im Produktentwicklungsprozess wichtig, dass die relevanten IT-Anpassungen frühzeitig für das neue Produkt bestimmt und umgesetzt werden. In der Realität werden jedoch häufig erst dann Changes beantragt, wenn die IT keine anderen Alternativen zur Verfügung hat.

  1. Fehlendes Interesse von Seiten der Mitarbeiter

Eine wichtige Rolle spielen auch immer die Mitarbeiter eines Unternehmens. So ist es auch beim Change-Management. Um hier erfolgreich zu sein, müssen die betroffenen Mitarbeiter von dessen Nutzen überzeugt sein. In der Regel sind die Mitarbeiter jedoch nur schwer motivierbar, da eine gutgeführte Dokumentation zu einem strukturierten Prozess dazugehört. Diese ist jedoch sehr zeitaufwendig und wird von den Mitarbeitern in den meisten Fällen als unnötig angesehen. Somit müssen den Mitarbeitern die persönlichen Vorteile, wie die bessere Umsetzung und Planung der Unternehmensziele, sowie der gesteigerte Informationsfluss, näher gebracht werden.

  1. Keine Prozessindividualisierung

Besonders relevant ist es, dass die Change-Management-Prozesse für jedes Unternehmen individuell angepasst werden. Zwar gibt es allgemeingültige Empfehlungen, wie Kosten, Qualität und Zeit aufzustellen sind. Allerdings ist es nicht ratsam, die Prozesse einzubinden, ohne die unternehmensspezifischen Aspekte und Anforderungen zu beachten.

Es kann gesagt werden, dass die Individualisierung generell eine sehr große Rolle einnimmt. So muss sie auch bei der Auswahl eines geeigneten ITSM-Tools beachtet werden.

Mit diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen mögliche Stolpersteine des Change-Managements näher bringen, damit Sie durch diese auf Ihrem Weg nicht behindert werden.

Ein Gedanke zu „7 Stolpersteine im Change Management“

  1. Guten Tag,

    ich finde die genannten Punkte durchaus relevent, aber nicht ganz vollständig. Mir scheinen hier auch einige kulturelle und Führungs-Themen zu fehlen. Andererseits war „Vollständigkeit“ vermutlich gar nicht die erklärte Absicht der Autorin….

    Kulturelle und Führungsthemen im Change werden hier ganz gut beschrieben, finde ich. Vielleicht ebenfalls lesenswert…

    Mit freundlichen Grüßen

    T. Becker

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